Mše svaté

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Pátek: 18:00

Pořad bohoslužeb
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Šenkyříková B.

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Geschichte der Pfarrkirche

Die erste Erwähnung des Ortes „Doubrawnik“ ist umstritten: Wir finden den Namen auf einer Urkunde von 1208, die Abstammung dieser Urkunde ist aber unklar.

Was wirklich belegt ist, ist die Gründung eines Frauenklosters durch Stephan von Medlov um das Jahr 1230. Dieser Herr ist der älteste bekannte Vorfahre der Herren von Pernstein. Es ist umstritten, ob hier die Prämonstratenser oder die Augustinianer gelebt haben. Im Klosterareal waren die Heilig-Kreuz-Kirche und St. Franziskus-Kapelle gestanden.

Die Kirche, die wir heute bewundern können, ist bereits die dritte Kirche, die in Doubrawnik gebaut wurde. Im Jahre 1535 wurde mit dem Bau unter Johannes von Pernstein begonnen, der damit den Willen seines Vaters Wilhelm von Pernstein erfüllt hat. Die Herren von Pernstein hatten vor, in dieser Kirche ihre Familiengrabstätte zu gründen. Der Bau wurde erst im Jahre 1557 fertiggestellt, seit 1548 hat er aber bereits als Familiengruft gedient. Die Kirche ist im Jahre 1583 von dem Olmützer Bischof Stanislaus Pavlovsky geweiht worden.

Die Kirche ist im spätgotischen Stil erbaut, mit einigen Barock- und Renaissance-Elementen. Die Mauern und Säulen bestehen aus Nedwieditzer Marmor, die Arbeit der Steinmetzen erkennen wir noch heute an den Merkzeichen, die sie auf den Marmorsäulen hinterlassen haben. Wir können hier 93 verschiedene Steinmetzzeichen finden und unterscheiden – das weist darauf, dass hier viele verschiedene Arbeiter und Arbeitergruppen auf dem Bau tätig waren. Ähnliche Zeichen können wir auch in der Brünner St. Jakobskirche oder im Wiener Stephansdom finden. Die Altäre unserer Kirche sind im Barockstil errichtet, aus der Renaissance stammen die Kanzel, das Taufbecken, die Brüstung des Presbyteriums und die Balustrade des Chores. Das vierwändige Relief auf der Marmorkanzel trägt die Abbildungen der vier Evangelisten mit ihren Attributen. Auf der Konsole finden wir wieder ein Steinmetzzeichen mit der Jahreszahl 1541. Die Kanzel ist interessant durch ihre Baustruktur: Die Treppen sind an der Zentralsäule nicht befestigt, sondern jeder Teil der Treppe ist aus einem Stück Stein, zusammen mit der jeweiligen Säulenpartie, gearbeitet. Auf diese Weise passen sie perfekt aufeinander. Das Taufbecken stammt aus dem Jahre 1601.

Das Bild am Hauptaltar entspricht der Kirchen-Einweihung. Somit sehen wir hier die Heilige Kaiserin Helena und eine kranke Frau, die durch die Berührung des Heiligen Kreuzes geheilt wird. Auf diese Weise wird die Gestalt des Heiligen Kreuzes als des wahren Kreuzes Christi offenbart und von den anderen Kreuzen unterschieden. Das Bild malte Franz Anton Maulbertsch (1724-1796). Eine ältere Leinwand mit demselben Thema von dem Maler Johann Baptista Spiess hängt heute im Vorraum.

Die Statuen auf dem Hauptaltar sind Werke des Bildhauers Andreas Schweigl. Sie stellen den Hl. Petrus, die Hl. Maria Magdalena, die Hl. Veronika mit dem Schweißtuch und den Hl. Paulus dar. Der Seitenaltar im linken Kirchenschiff zeigt das Bild der Hl. Barbara von dem Maler Ferdinand Licht, sowie die Statuen der Hl. Katharina und der Hl. Margareta (oder Lucia) ebenfalls von Andreas Schweigl. In dem Aufsatz trägt ein Engel die Eucharistie. Im rechten Kirchenschiff finden wir einen Altar mit einem Gemälde des Todes des Hl. Joseph von demselben Maler, sowie die Statuen des Hl. Johannes Nepomuk und wahrscheinlich des Hl. Franziskus. In dem Aufsatz ist eine Statue von Gottvater auf seinem Himmelsthron zu sehen. Der Marienaltar trägt eine Abbildung der gekrönten Brünner Madonna, eingesetzt in einen von Engeln getragenen Schrein. An den beiden Seiten stehen die Statuen des Hl. Michael und des Hl. Sebastian. Im Presbyterium hängen zwei Bilder. Auf einem sehen wir den Abschied des Hl. Paulus und Hl. Petrus, auf dem anderen die Rückkehr der Heiligen Familie aus Ägypten.

Sehr wertvoll und außergewöhnlich ist die Barockorgel. Sie ist im Jahre 1760 vom Brünner Orgelbauer Johannes Výmola hergestellt worden. Da in das Orgelwerk praktisch nie eingegriffen wurde, konnte der originale sanfte Barock-Ton seit den Tagen der Orgelerrichtung bis heute erhalten werden. Die Orgel ist durch ihren Klang so berühmt, dass sie mehrmals für Rundfunkaufnahmen bespielt wurde. Seit 2007 wird das kostbare Instrument vollständig restauriert, die Arbeiten werden vom Orgelbauer und Restaurator Dalibor Michek aus Studénky bei Jihlava (Schönbrunn bei Iglau) durchgeführt.

Die Akustik der Kirche ist ausgezeichnet, und so erwerben sich die gelegentlichen Konzerte einen sehr guten Ruf.

In den 80er Jahren gewann die Kirche einen wertvollen Kreuzweg aus der Muschauer Kirche, die wegen des Baus der Neumühler Talsperre ausgeräumt wurde. Aus derselben Kirche stammt auch das Kreuz, das über dem Seiteneingang hängt.

Die meisten Glasfenster entstanden im Jahre 1905 und sind eine Spende von Wladimir Graf Mittrowsky. Die zwei Fenster aus gemaltem Glas wurden im selben Jahr von Ing. Osvald Životský gespendet. Dieser Herr hat sich Verdienste um den Ausbau der Eisenbahnstrecke Tischnowitz – Nedwieditz – Saar erworben, und durch diese Spende wollte er seinen Dank an Gott dafür ausdrücken, dass ihm das Werk gelungen war. Ursprüngliche Fenster aus reinem Glas finden wir heute nur noch auf dem Chor.

Im Presbyterium befinden sich sechs Marmorgrabsteine. Auf der linken Seite liegen Katharina (+1448), die Tochter von Johannes von Pernstein, und Johanna von Liblitz (+1515), die Gemahlin von Wilhelm II. von Pernstein. Auf der rechten Seite liegen Johannes von Pernstein (+1475), Wratislaw I. von Pernstein (+1496), Wilhelm II. von Pernstein (+1521) und Johannes von Pernstein (+1548). Die beiden letzten Grabsteine sind wahrscheinlich in den 40er Jahren des 16. Jahrhunderts gemeißelt worden, da sie einander sehr ähnlich sind. Die vier ältesten Grabsteine sind hierher aus der ursprünglichen Klosterkirche übertragen worden.

Die Herren von Pernstein haben die Kirche als ihre Familiengrabstätte gebaut. Die Eingänge in zwei Grüfte sind mit Marmorsteinen in der Mitte der Kirche verschlossen.

Die größere Gruft gehört den Herren von Pernstein, sie führt in Richtung Altar. Während des Dreißigjährigen Krieges haben die Schweden die Burg Pernstein nicht erobert, so sei von ihnen die Familiengruft ausgeraubt worden, und alle Särge samt der inneren Gruftausstattung seien mitgenommen worden, nur die Knochen seien verstreut auf dem Boden zurückgelassen worden. Heute finden wir in dieser Gruft außer den Gebeinen und Grabgewändern der Verstorbenen noch Sargüberreste von sechs Priestern, zwei Kindern und der Gräfin Cecilia geb. zu Bemelberg aus dem 17. Jh. Dazu gehört noch ein kleiner Behälter mit dem Herzen ihres Gemahls, Maximilian von Liechtenstein-Kastelkorn, dessen letzter Wille es war, auf diese Weise auch nach dem Tode mit seiner Gemahlin beisammen sein zu können.

Die zweite Gruft ist viel jünger, viel kleiner und heute viel leerer als die erste. Sie gehört den Herren von Liechtenstein-Kastelkorn, führt in Richtung Eingang und reicht bis etwa zur Hälfte des Schiffes. Es gab keinerlei Verwandtschaft zwischen den Herren von Pernstein und den Herren von Liechtenstein-Kastelkorn. Die Herren von Pernstein mussten ihre Güter wegen Verschuldung im 16. Jh. an den Herrn Paul Kataryn von Katar verkaufen. Im 17. Jh. kam der Besitz durch Vermählung mit der damaligen Besitzerin Esther Seidlitz von Schönfeld an das Haus Liechtenstein-Kastelkorn.

Diese beiden älteren Grüfte sind für die Öffentlichkeit geschlossen.

Eine dritte Gruft gehört den Grafen Mittrowsky, den letzten Besitzern der Burg Pernstein. Sie wurde im Jahre 1867 durch Wladimir Graf Mittrowsky erbaut, und kostete 40 000 Gulden. In der Gruftkapelle befindet sich ein Steinaltar mit einer Steinstatue des segnenden Christus. Auf diesem Altar wurde jedes Jahr eine Messe für die Verstorbenen gefeiert, und zur gesamten Kapelle hatten nur die Familienmitglieder Zutritt. In der Gruft liegen 19 Särge – jeder dieser Särge hat drei Schalen: Die innerste aus Holz, dann eine Zinnschicht, und nach außen zeigt jeder Sarg sein eisernes Gesicht. Deswegen sind die Särge sehr groß. Die eisernen Särge sehen alle gleich aus, denn sie stammen aus derselben Gussform, gegossen in der nahen Stepanowitzer Eisenfabrik. Sie unterscheiden sich voneinander nur in ihren Kronen und Wappen. Die Krone mit neun Perlen deutet auf einen Grafen hin, die Krone mit sieben Perlen deutet auf einen Baron. Kronen mit fünf Perlen, für Ritter, gibt es in der Gruft nicht. Die vordere Seite jedes Sarges ist mit einer Sanduhr, einer gebrochenen Fackel und einem Totenkopf verziert, die hier als Symbole des Lebens und des Todes stehen. Die übersetzten Lateinbeschriftungen weisen auf eher kurze Lebenszeiten, eine längere Lebensdauer finden wir nur selten. Dies liegt einerseits an den zur damaligen Zeit allgemein geringeren Medizinkenntnissen und unzureichender Hygiene, andererseits auch an einer vermutlich genetischen Belastung des Hauses Mittrowsky. Die hohe Säuglingssterblichkeit bzw. niedrige Lebenserwartung belegt z.B. der Sarg der kleinen Elisabeth, des ersten Kindes des Grafen Wladimir Mittrowsky, und ihrer Mutter Elisabeth, die bei der Geburt starb. Wladimir Graf Mittrowsky heiratete danach seine zweite Gattin Maria Baworowski; sie hatten acht Kinder und starben beide kurz nach einander im Jahre 1930.


Autoři této stránky jsou Tomáš Beran a Vojtěch Hertl.
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Stránka naposledy aktualizována 07.02.2016 21:30:14.